Wo liegen die Vorteile festsitzender Geräte?
Eine "feste Zahnspange" besteht aus mehreren unterschiedlichen Teilen: Zum einen aus Brackets, die mit Hilfe einer auch in der Füllungstherapie verwendeten Methode auf die vorderen Zähne geklebt werden, zum andern aus Bändern, die auf die hinteren Zähne zementiert werden. Die in den Einzelteilen steckenden Informationen über die Zahnstellung werden durch unterschiedliche Drahtbögen, die in den meisten Praxen mit kleinen Gummibändern an den Brackets befestigt werden, auf die Zähne übertragen. Diese Gummibänder sind in bunter, aber auch in zahnfarbener oder durchsichtiger Ausführung zu haben. Im Normalfall werden Brackets aus Stahl verwendet. Für erwachsene bzw. sehr Ästhetik bewusste Patienten werden weiße Brackets aus Kunststoff oder Keramik angeboten. Allergische Reaktionen auf die im Mund befindlichen Materialien zeigen sich selten.
Mit Hilfe von Bändern und Brackets können Zähne gedreht und auch körperlich bewegt werden, was mit herausnehmbaren Geräten nicht erreicht werden kann. Ein weiterer entscheidender Vorteil einer festsitzenden Apparatur ist, dass sie sich ununterbrochen im Mund des Patienten befindet und 24 Stunden wirksam ist. Der Kieferorthopäde ist weniger häufig auf die Mitarbeit angewiesen.
Nachteilig macht sich bemerkbar, dass die Zahnreinigung mit festsitzender Klammer erheblich aufwendiger ist als ohne. Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Interdental- oder Einbüschelbürsten sowie eventuell Superfloss zusätzlich zum Putzen mit der normalen Zahnbürste wird erforderlich. Bei unzureichender Mundhygiene kann es dazu kommen, dass die Apparatur vorzeitig entfernt werden muss, ohne dass das Behandlungsziel erreicht werden konnte.