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Dr. med. dent. A. Kiralp Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
Ist es für die Zahnstellung gefährlich, wenn mein Kind am Finger lutscht? Solange das Finger- oder Daumenlutschen während des 3. Lebensjahres aufhört, sind keine bleibenden Schäden zu erwarten. Wenn die Angewohnheit jedoch weiterhin besteht, muss tatsächlich mit Zahnstellungsänderungen gerechnet werden. Der Lutschdaumen (oder –finger) drückt in den meisten Fällen die Oberkieferzähne nach vorne und oben. Nicht selten resultiert das in einem offenen Biss. Von selbst bildet sich diese fehlerhafte Lage der Zähne nicht zurück, und ohne dass der Patient nicht mit dem Lutschen am Finger oder Daumen aufhört, können solche Fehlstellungen nicht dauerhaft kieferorthopädisch korrigiert werden. Vergleichbare Effekte können bei Patienten beobachtet werden, die – größtenteils unbewusst – mit der Zunge gegen die Zahnreihen drücken, was meistens in Verbindung mit einem Weiterbestehen des kindlichen Schluckmusters passiert. Auch hier kommt es oft zu ungewollten Kippständen und offenem Biss. In solchen oder ähnlichen Fällen kann es vorkommen, dass die Zusammenarbeit mit einem Logopäden erforderlich wird.
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